Echte Partner sein
    Einander vertrauen
  Feiner und leichter Reiten
  Pferde vielseitig ausbilden
  Therapeutisch nachhaltig arbeiten

2 Jahre haben wir wieder auf die Nordpferd gefiebert und unsere Pferde dafür vorbereitet. Viele kleinere Veranstaltungen wahrgenommen damit die Nordpferd für unsere Pferde so streßfrei wie nur möglich von statten geht. Denn so ohne ist die Showhalle auf der Nordpferd nicht. Die Zuschauer sitzen über den Pferden. Jede Reaktion der Zuschauer, ob es nun die Bewegungen selbst oder auch das mitfiebern und klatschen ist, alles kommt viel lauter unten an als diejenigen sich das oben überhaupt vorstellen können. Wenn alle Zuschauer z. B. mitklatschen ist das für die Pferde unten wie Kanonendonner. Dabei ein Pferd auf seine Aufgabe zu konzentrieren, es bei der Konzentration zu halten, ist an diesem Wochenende nicht jedem Reiter / Horsemanshippler gelungen. Auch meinen Schülern viel es schwer meine Shettys Mikey & Balou für sich zu gewinnen. Vor allem Anna hatte mit Mikey am Samstag echt zu kämpfen, so dass ich in der Show kurzerhand das Zepter übernommen habe. Mikey hatte sich denn mal wieder überlegt, wie eine kleine Flitzmaus buckelnder Weise durch die Halle zu fegen. Anna war in der Situation einfach überfordert. Den Zuschauern habe ich erklärt, das man jetzt mit der Pferdepersönlichkeit arbeiten muß. Sie haben natürlich alle gelacht und fanden es sehr lustig, wie er durch die Gegend rannte und buckelte. Je mehr das Publikum johlte und applaudierte, desto schneller wurde Mikey. Allerdings half dann er durchdringender Pfiff von mir und ein energisches Rufen, das er dann doch endlich zum Podest gesaust kam. Natürlich applaudierte das Publikum wieder. Mikey wieder los. Allerdings hatte ich zwischendurch die Gelegenheit, ihn einen Leckerlie zwischen die Zähne zu schieben. Das half. Beim nächsten abhauen, war er sofort wieder danach bei mir. Und so haben wir uns dann durch die Situation manöviert. Sprung, Podest, Keks. Nächster Sprung, Podest, Keks. Somit wurde das Podest zum sicheren Ort. Dann sogar kurzes hinlegen und Podest und Keks. Und dann war er plötzlich nicht mehr emotional, so dass ich ihn auf mich richtig fokussiert hatte und einige Aufgaben absolvieren konnte. Zum Schluß konnte sogar Anna wieder mit ihm spielen. Es war sehr spannend. Denn mit jeder Aufgabe wuchs die Blase, die wir um uns gebaut hatten, die Blase der Konzentration, der Vertrautheit in den Dingen, die wir zu hause miteinander spielen. Mikey gab echt alles und wollte alles noch besser zeigen. Er hatte sein Lampenfieber überwunden. Und das Publikum klatschte und wir rockten das Haus. Auch Paula hatte mit Balou das selbe Problem. Allerdings hat sie es geschafft, ihn sehr schnell wieder auf sich zu konzentrieren. Er ist jünger als Mikey, nimmt aber die Außenwelt viel Gelassener. Er legte sich auf die Plane, Paula konnte ihn sogar darin einpacken. Unser 24j. Athos, der das erste Mal Nordpferd mitgegangen ist, war zwar aufgeregt aber er „Stand seinen Mann“ und das alle Tage und paßte sehr auf seine Besitzerin Nicole auf, dass ihr ja nix passiert und sie runter fällt. Nicht einmal hat er gescheut vor dem Publikum, vor dem Applaus. Er als Routinier und ehem. M-Springpferd ist gesprungen für Aachen und hat seine Sache wirklich sehr sehr gut gemacht. Aber auch Anton und Katrin sind wieder über sich hinaus gewachsen auf der Nordpferd. Mit Schlauchboot hinten dran und Bareback Pad drauf, galoppierte Katrin mit Anton durch die Halle und das am Knotenhalfter. Die Zuschauer staunten auch nicht schlecht, als dann das Geschirr abgenommen wurde und Anton in feinster Dressurmanier durch die Halle tanzte und fliegende Wechsel sowie Galoppiroutten zeigte. Denn von einem Haflinger wird das nicht gerade erwartet. Wieder einmal haben wir allen gezeigt, wieviel Spaß man mit seinem Partner Pferd haben kann und das eine vielseitige Ausbildung nicht nur uns Menschen Spaß bringen kann, sondern auch unseren Pferden. Hier auch nochmal ein richtig dickes dickes Danke an die Helfer, die uns allen zur Seite standen. Ohne Euch wäre die Nordpferd nicht zu machen. Danke an: Katrin, Nicole, Nina, Tanja, Christin, Sonja, Margot, Svenja, Michi, Simone, Christin, Paula, Anna, Alida, Simone,  Svenja, Jan.

Unsere Euphorie wurde nur getrübt von den vielen teilweise sehr schlechten Bildern nicht nur in der Abreitehalle. Da gab es teilweise sehr unschöne Szenen. Richtig zugeschnürte Mäuler, Rollkur war dort fast an der Tagesordnung. Und dies auch in der Galashow. Dann gab es Pferde, die erst 7 Wochen unter dem Sattel waren und mit der Gesamtsituation total überfordert waren und das so sehr, dass beim Ausritt aus der Showhalle im vollen unkontrolliertem panischen Galopp, das Pferd fast ausrutschte und seine Reiterin dabei fast aus dem Sattel flog. Ein Pferd sprang sogar während einer Darbietung in eine Kutsche. Nur ein schnell eingreifender Schutzengel hat die beiden gerettet und schlimmeres verhindert. Dann gab es immer wieder Pferde mit Reitern, wo gesagt wurde, es soll nicht applaudiert werden. Ganz ehrlich: Solche Reiter und Pferde haben in meinen Augen nichts auf einer so großen Messe zu suchen. Ja, Nordpferd ist schon was besonderes auch schon durch den Schnitt der Halle und den Zuschauern über den Pferden. Aber man muß und kann sowas üben. Und dann vielleicht nicht reiten, sondern erstmal am Boden mit dem Partner Pferd in die Halle gehen und dort versuchen die Konzentration wieder auf sich und die Sache zu lenken. Ich habe Sandokan jahrelang nicht auf großen Shows geritten, weil ich wußte, das er sich sicherer fühlte, wenn ich am Boden gearbeitet habe. Erst in 2013, also nach 7 Jahren, habe ich ihn das erste Mal auf der Hansepferd geritten. Und in den Holstenhallen erst in 2016 auf der Pferdestammbuchgala. Dort hat er sogar bei donnernden Applaus und rhythmischem Klatschen ruhig in der Ecke gestanden, weil er wußte, egal was kommt, mir kann nichts passieren. Muß es denn sein, daß Mensch seinen Ehrgeiz und Präsentationswahnsinn über die Psyche des Pferdes stellt?

Ich sage immer: Nein es gibt sie nicht. Das Problem, welches frau/man hat, hängt meist immer am Ende des Seils. Also der Mensch ist das Problem. Oftmals sind die Probleme, die aufgetreten sind, hausgemacht. Überschwengliche Liebe mit viel „Gutschi, Gutschi“ läßt Hasi dann doch mal zum Monster mutieren. Aber Mensch sieht das nicht, denn er denkt: Hasi will doch nur spielen. Im Laufe der Zeit gräbt Hasi, Mensch immer mehr Führungsqualitäten ab. Bzw. fordert diese eigentlich vehement ein. Da Mensch aber Hasi nicht wehtun möchte und lieber Kekse füttert und als Schelte: „Nananaaaa, das darfst du aber nicht, Hasi“ kommt, wenn Hasi denn seinem Mensch auch mal in die Hand zwickt, ihn leicht anrempelt beim Führen, ihm in seinem Distanzbereich rumwühlt und ihn leicht bedrängt, wenn er mit der Stallkollegen den neusten Stallklatsch austauscht. Was Mensch dabei nicht bemerkt ist, das Hasi so langsam aber sicher ihm den Rang abläuft. Und dies mit wirklich minimalen Schritten haut er/sie voller Freude seine „Ich hab’s  heute wieder geschafft“-Kerben in die Planken der Stallwand. Und irgendwann kommt es dann zum fetten Eklat. Hasi steht beim Aufsteigen nicht mehr still, hampelt am Putzplatz rum, läßt sich nicht mehr einfangen, denn Koppel mit Kumpels ist ja viel schöner, möchte viel lieber schnell zu den anderen Pferden rennen, wenn er beim Ausritt welche sieht und ist immer unleidlicher und bringt seinen Menschen in schwierige Situationen, die schlimmstenfalls im Krankenhaus enden.

Tja und am Ende kommt Mensch gar nicht mehr mit ihrem Liebling „Hasi“ klar und Hasi steht schlimmstenfalls dann auf Kleinanzeigen ebay zum Verkauf und das böse böse Hotti ist dran Schuld. Warum muß es denn immer erst so weit kommen? Warum muß es immer erst richtig weh tun, bevor die Einstellung geändert wird? Es tut doch nicht Not!

Ich sage da nur eins: Mädels, Jungs, steckt ganz klar auch bei Euren Pferden die Grenzen ab. Auch beim Pferd müssen Regeln aufgestellt werden, die das Hotti nicht übertreten darf. Und bitte zeigt auch das ihr das so wollt, wie ihr das gemeint habt. In euer Familie macht ihr das doch auch! Jedes Pferd braucht auch mal ein bißchen „fifty shades of grey“.

Und wenn man sich dann doch dafür entschieden hat, den Weg zu gehen, der Veränderung mit sich bringt, haben viele das Problem, mit der Konsequenz. Wie oft erzähle ich in meinem Unterricht, das eine klare Ansage mehr wert ist als einhundertfünzigtausend Mal „könntest du vielleicht bitte“. Trotzdem fällt es den Schülern sehr schwer ihren Standpunkt klar zu vertreten. Bei manchen Pferden hat sich das so manifestiert, das Mensch keine klaren Ansagen macht, das diese den gar nicht mehr sehen und ihn auch während des Unterrichts versuchen zu überrennen. Sorry Leute, sowas geht nicht und da hilft auch kein wunderschönes „Gutschi, Gutschi Motionclick-Training“ und „hab dich lieb Mantra“. Ich bin nicht stolz darauf, das ich das dann mal wieder regeln muß aber die richtige Dosierung der absolut unmißverständlichen klaren Ansage im richtigen Moment mit der dazugehörigen Belohnungspause bewirkt wahre Wunder! Die Pferde können auf einmal wieder zuhören und sehen einen wieder! Komisch…. Pferde fordern Führung und klare Verhältnisse, sonst können sie sich nicht beim Menschen wohl fühlen. In der Herde gibt es auch eine klare Struktur. Jeder hat da seine Aufgabe bzw. übernimmt Aufgaben, die entsprechend definiert sind.

Also bitte nicht „Wischi-Waschi“, bzw. heute so morgen so, das schafft eher Frust als Lust, sondern klare freundliche Ansagen auf’n Punkt und diese dann auch vertreten und ihr habt flauschige Pferdchen, die sehr freundlich zu allem und jeden sind.

Trotzdem: Zu schnell ans Ziel ist auch nicht gut. Wer die Pferdepersönlichkeit in der Ausbildung nicht berücksichtigt, überfordert seinen Partner Pferd, was ebenfalls zur Folge haben kann, das dieser einem auf lange Sicht die Freundschaft kündigt. Da tauchen dann die Probleme in der weiteren Ausbildung auf. Und sowas wirft einen auch schon mal, je nach Persönlichkeit, 1 – 2 Jahre zurück.

Aber eins hat alles: Alle sogenannten Problempferde schaffen es, ihre Besitzer zum Nachdenken zu bringen. Sei es Verkauf oder „Problemlösung“. Beides bringt Veränderung mit sich.

 

* Reiten lernen ohne Angst

* Angstabbau

* Führung braucht Vertrauen: Aufbau einer respekt- und vertrauensvollen Beziehung auf gegenseitiger Basis

* Bodenarbeit mit Körpersprache: der richtige Einsatz von Körperenergie

* die Bodenarbeit mit in den Sattel nehmen

* Lösen von Problemen wie z. B. nicht Einfangen lassen, Mensch durch die Gegend schubsen oder ziehen, usw.

* Gelassenheitstraining

* Verladetraining

* Gymnastische Vorbereitung für die Zirkuslektionen, Podestarbeit

* Die Lektionen: Kompliment, Knien, Liegen, Flachliegen, Sitzen, Spanischer Schritt, Steigen

* Auf Wunsch auch Tricktraining: Teppich ausrollen, Apportieren, etc.

* Freiheitsdressur „at liberty“

* Wiedereinsteiger an das Pferd heranführen

* Horsemanship Kinderunterricht ab 11 Jahren

* Klassische Dressur mit Horsemanship Grundlagen

* therapeutische Bodenarbeit auch als Reha-Maßnahme

Wichtig ist: Es macht Spaß und ist für beide Seiten effektiv!

 

Kurzvita

2014 FN Zusatzqualifikation Bodenarbeit

2012 – 2013 Absolvierung des FN Trainer C – Reiten Basissport, Horse bodyforming Partner – Franz Grünbeck, Fachreferentin auf dem FN-Tierschutzseminar des Pferdesportverband Schleswig-Holstein, Absolvierung des deutschen Fahrabzeichens Kl. IV

2011 Fachreferentin bei der Nordpferd, div. Show-Auftritte: Tagesprogramm & Galashow Nordpferd, Eröffnungsfeiern vom KrämerPferdesportversandhaus HH-Nord / – Süd, Pferdemarkt in Treia, Pferdefestival in HH-Bahrenfeld, Fehmarner Pferdefestival, etc.

2004 – 2009 Absolvierung Parelli Natural Horsemanship Level1, Level 2

2002 – 2004 Kompetent Friend von Eva Wiemers – Zirkusarbeit

1994 FN-Betreuer im Reitsport

1989 /1991 DRA Kl. IV / DRA Kl. III

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Pferde fand ich schon immer toll und so fragte und bettelte ich sehr oft meinen Opa an: „Opa, Opa, Opa, bitte kauf mir doch ein Pony!“ Damals war ich 8 Jahre alt und verschlang Pferdebücher wie Lebensmittel. Opa und meine Eltern hatten so gar nichts mit Pferden am Hut. Mit 10 machte meine Freundin Julia eine Geburtstagsfeier, dessen Highlight eine große Runde Reiten im Niendorfer Gehege war. Nach dieser Runde war ich nicht mehr zu halten und vollendens infiziert. So bekam ich nach langem Betteln endlich meine erste Reitkappe, Stiefel und Reithose und wir fuhren einmal in der Woche ins Niendorfer Gehege zum Reitunterricht, später dann zu Herrn Wersich nach Lokstedt am Siemersplatz.

Leider hatte ich nicht das Glück von meinen Eltern in diesem Sport gefördert zu werden. Ich musste mir alles selbst hart erarbeiten. Ich habe endlos Boxen ausgemistet um in 2 Wochen mal dafür eine kostenlose Reitstunde zu bekommen und habe in den gemeinsamen Urlauben mit meinen Eltern mir immer einen Reitstall in der Nähe gesucht, wo ich mein Wissen und meine Reitkenntnisse erweitern konnte. 1980 habe ich meinen Reiterpaß gemacht. 1981 wollte ich die Schule abbrechen und eine Ausbildung in Sachen Zucht- und Haltung im Klövensteen beginnen. Leider haben sich meine Eltern vehement dagegen gewehrt, so dass ich diese Ausbildung nicht machen durfte. Mir blieb also nichts anderes übrig erst einmal was anderes zu lernen und absolvierte eine Ausbildung zur Bürogehilfin beim Axel Springer Verlag. Danach arbeitete ich in verschiedenen Verlagen als Anzeigenverkäuferin, Redaktionssekretärin, Sachbearbeiterin, Außendienstmitarbeiterin für Anzeigen und Anzeigenleiterin.

Während dieser Zeit habe ich nie mein Ziel mit Pferden zu arbeiten aus den Augen verloren.

Ricki, Hafistute, mein erstes Pferd 1986 kaufte ich meine Ponystute Ricki. 1989 habe ich mein DRA Kl. IV und 1991 mein DRA Kl. III gemacht. Mein Pony habe ich bis Kl. L selbst ausgebildet und erfolgreich in Turnierprüfungen der Kl. E und A vorgestellt. Springen war nie ihre Stärke und dafür bekam ich für alle Prüfungen den Haflinger „Marius“ von einer Stallkollegin gestellt. Marius war 1,45 cm und sprang locker 1,10 – 1,25 m. Voraussetzung: korrektes Anreiten. Das war manchmal gar nicht so einfach. Wenn Marius Hindernisse sah, war’s aus. Es gab kein Halten mehr. Wir haben bei vielen Stilspringen eher ein Zeitspringen daraus gemacht. Aber wir waren auch sehr oft plaziert oder haben gewonnen. 1994 folgte der „Betreuer im Reitsport“ und die „bunte Rasselbande“ vom Wiesenhof wurde von mir ins Leben gerufen.

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Der Weg zum sicheren Reiten führt über die Bodenarbeit

Die meisten Reitstunden beginnen und enden auf dem Pferderücken. Ohne das Wissen am Boden fehlt jedoch ein sehr großer Teil des Puzzels und dies ist der Grund warum so viele Menschen verletzt und frustriert werden und nur mittelmäßige, schlechte oder gar keine Resultate erhalten.

Damit uns das nicht passiert und wir bessere Resultate erhalten beschäftigen wir uns zuerst mit der Bodenarbeit. Was man dafür als aller erstes braucht ist eine ganz klare Vorstellung von dem, was das Pferd machen soll, bevor man es dazu auffordert. Ganz egal, ob man mit dem Pferd vom Boden aus arbeitet,

oder ob man es später reitet, das Ziel muss immer Folgendes sein: Wir wollen ein Pferd, das immer williger und präziser mit seinen Füßen auf uns reagiert und das, obwohl wir so wenig wie möglich Druck ausüben. Wir arbeiten also an den statischen Haltemuskeln unseres Pferdes.

Diese Muskeln liegen nah an den Gelenken und haben oft eine Verbindung zu den Gelenkkapseln und Bändern. Sie sind, wie das Wort schon sagt für die Haltung und Stabilität zuständig. Die meisten statischen Muskeln befinden sich nah an der Wirbelsäule. Diese Muskeln sind im Gegensatz zu den dynamischen reich an Nerven, die eine extrem genaue Motrorik ausführen können. Diese Muskeln sind für uns Reiter enorm wichtig, da sie Aufgaben bei der Entwicklung der motorischen Sensibilität übernehmen. Ohne motorische Sensibilität können wir kein Reiten ausführen. Durch diese Muskeln wird die Feinmotorik des Pferdes geschult. Sie lehrt das Pferd auf unsere Körpersprache zu reagieren. Je besser diese Muskeln ausgebildet sind, desto feiner ist das Pferd und somit muss der Reiter kaum Körpereinsatz für Lektionen einsetzen.

Um dies zu erhalten, müssen wir dem Pferd unsere Wünsche so verständlich machen, dass es uns hundertprozentig verstehen kann. Wenn wir mit unserem Pferd so zusammen arbeiten, bedeutet das für uns Sicherheit, da das Pferd seine Füße kontrolliert setzt und seinen Körper korrekt ausrichtet.

Horsemanship Reiten

Was kann Natural Horsemanship für mich in der Reitarbeit tun?

Natural Horsemanship ist keine Pferde-Ausbildung, sondern eine Menschen-Ausbildung. Es bedeutet auch dass man an sich selbst arbeiten muss und nicht nur sein Pferd trainiert. Denn meistens ist es der Mensch der zu wenig Führungsqualitäten besitzt, sich zu wenig Gedanken über die Kommunikation zwischen den Pferden macht und auch nicht beobachtet.

Viele meinen noch, das Pferd müsse sich nach ihnen richten. Falsch gedacht. In 90 % aller Fälle ist es ein mentales Problem, welches ein Emotionales bewirkt, dass dann im Endeffekt ein physisches Problem hervorruft.

An diesem Problem ist dann auch zu 90 % der Mensch schuld. Er hat sich zu weit über seinen Tellerrand gewagt und nicht wie ein Pferd gedacht und so gehandelt, sondern wie ein Raubtier. Oftmals wird dieses Problem dann nicht einmal gesehen und das Pferd wird als stur, unreitbar oder mit sonstigen Macken abgestempelt und wenn man kann, weil es bequem ist, lebt man damit ohne zu hinterfragen warum ist das so. Statt dessen wird weiter gerissen und gezerrt, zusammengeschnürt und geknebelt und auf den Anhänger vergewaltigt. Oft mit der Aussage: „Der braucht das so, dass geht nicht anders“. Insgeheim ist der Reiter aber doch unglücklich und wünscht es sich anders.

Denn eigentlich möchte jeder Reiter und pferdebegeisterter Mensch eines Tages, die unbändige Kraft seines Vierbeiners, die mit Leichtigkeit und Eleganz für ihn tanzt, unter sich spüren. Dabei lässt das Pferd den Reiter angenehm sitzen und etwas anderes zu verlangen bedeutet keinerlei Kraftanstrengung, sondern nur das Anspannen einer Pobacke oder der dezente Hinweis mit dem kleinen Finger. Das Pferd liegt dabei nicht auf der Hand und trägt sich mit einer unendlichen Leichtigkeit selbst. Ein Ausatmen lässt die Gangart wechseln, ein fokussieren die Richtung.

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Warum gerade Zirkuslektionen?

Vielen ist "nur reiten" irgendwann zu wenig. Pferde sind so vielseitig und interessiert an Neuem und es gibt ja noch so viel anderes..... Gleichzeitig soll aber die Abwechslung auch Spaß machen, und zwar Mensch und Pferd und am besten der Gesundheit förderlich sein.
Neben der Freude an der Arbeit und der Abwechslung im Training, haben viele Zirkuslektionen einen deutlichen gymnastischen Wert. So werden bei zirzensischen Lektionen wie Kompliment, Knien, Liegen, Sitzen, Spanischer Schritt und Steigen eine Vielzahl von Muskelgruppen trainiert, die auch beim Reit- und Fahrpferd stark beansprucht werden. Regelmäßiges Training beugt durch Dehnen und Kräftigen von Sehnen, Bändern und Muskulatur Verletzungen vor. Ebenso können durch gezieltes Training Verspannungen vorgebeugt oder bestehende gelöst werden. Durch das Dehnen wird unter anderem auch die Durchblutung gefördert, was für einen intakten Stoffwechsel mitverantwortlich ist.

Übungen, bei denen das Pferd zu Boden geht, schulen darüber hinaus auch das Gleichgewicht, was insbesondere auch für junge Pferde vor dem Anreiten (ab ca. 3 Jahre) oder natürlich für Pferde, deren Problem genau hier liegt, eine ideale Ergänzung ist. Ein regelmäßiges Ausführen der zirzensischen Lektionen fördert einen Ausgleich zwischen den durch die Spezialisierung (nur Dressur, nur Springen, nur Fahren etc.) besonders beanspruchten und den eher vernachlässigten Körperpartien.
Am Ende einer Trainingseinheit bringt das Dehnen der Muskulatur, diese wieder auf die normale Länge, regt die Blutzirkulation an und verbessert die Entschlackung der vorher stark beanspruchten Muskulatur.
Nicht zu vergessen haben Zirkuslektionen einen unschätzbaren Wert auf der psychischen Ebene von Pferd und Reiter. Stimmt die Basis aber, wird das gegenseitige Vertrauen enorm gefestigt. Je nachdem, wie man das Training gestaltet, wird das Pferd zum Mitdenken animiert und ist nicht nur passiver Teilnehmer am Training.
Schnell werden hier auch reiterliche und kommunikative Probleme aufgedeckt, welche sich mit dem altbewährten Natural-Horsemanship-System lösen lassen. Die Kommunikation zwischen Pferd und Ausbilder wird verfeinert und mit Zeit wird es immer einfacher werden, dem Pferd das gewünschte Verhalten zu vermitteln, was ebenso auf die Schulung der Lernfähigkeit des Pferdes zurückzuführen ist wie auf die zunehmend bewusstere Wahrnehmung und Reaktion des Menschen.
Bei richtiger Ausführung sind Zirkuslektionen eine ideale Trainingsergänzung für Pferd und Ausbilder.

Zirzensische Pferdegymnastik: An erster Stelle stehen die Gymnastikübungen

Bausteine die aufeinander aufbauen

Die Gymnastik an sich ist die Vorbereitung auf die Lektionen. Ohne die einzelnen Stationen wird es in der Ausführung immer wieder Defizite geben, die dann die weiterführende Arbeit einfach erschweren oder sie sogar unmöglich machen.

1. Führen von rechts und von links aus den unterschiedlichsten Positionen

Ein wichtiger Faktor um sich entsprechenden Respekt zu erwandern. Das Pferd, als Lauftier, kann hierbei seinem normalen Trieb folgen und seine Füße bewegen. Wir lernen dabei in den unterschiedlichsten Postionen zu bleiben und auch dort voll akzeptiert zu werden.

2. Stillstehen will gelernt sein und mein Arbeitsbereich, dein Arbeitsbereich

Es ist wie bei Dirty Dancing: Mein Tanzebereich – Dein Tanzbereich, du hast nichts in meinem und ich nichts in Deinem zu suchen. Eine absolute Grundvoraussetzung. Es gebietet schon der eigene Sicherheit wegen, seinen Wohlfühl Raum vehement zu verteidigen, da man sehr wenig Einwirkung hat, wenn einem das Pferd auf die Pelle gerückt ist. Es ist auch eine Art des gegenseitigen Respektierens, das jeder den Raum des anderen wahrt.
Ohne das ein Pferd lernt am Platz und gerade auf der Line zu stehen, den Arbeitsbereich zu wahren und auch respektvoll den „Hut zieht“ oder auch „Nase weg“ keine Zirkuslektion. Wer beim Stillstehen und „Nase weg“ nicht korrekt arbeitet oder diesen Punkt einfach überspringt, hat später nicht nur in den weiterführenden Lektionen immer wieder Probleme.

3. Vorderbeine strecken und dehnen

Das Pferd lernt vertrauensvoll auf drei Beinen zu balancieren. Dabei wird nicht nur die Schultermuskulatur des gehobenen Vorderbeins gestreckt und gedehnt, sondern auch der Unterbauch erfährt seine Dehnung. Das andere Vorderbein lernt zu stützen. Eine unverzichtbare Vorübung für das Kompliment. Da hier das Pferd ebenfalls balancieren, strecken und stützen muss.

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Wer sich durch die Bodenschule des Natural Horsemanship gekämpft hat, dem lechzt es meist nach mehr. Wie fühlt sich das im Sattel an? Wie kann ich die bisher gelernten Elemente im Sattel umsetzen? Wie erkläre ich das meinem Pferd? Das sind die meisten Fragen, die ich in vielen Stunden erhalte. Wer also durchgehalten hat, und sich wirklich durchgebissen hat, wird unendlich schöne „AHA-Erlebnisse“ im Sattel haben und oftmals heulend vor Freude auf dem Pferd sitzen, weil er das Glücksgefühl, was er dabei hat nicht beschreiben kann. Das feine Reiten, wird kein Buch mehr mit sieben Siegeln sein, sondern klar verständlich für Pferd & Reiter.

Klassische Dressur – mit dem Pferd und nicht gegen das Pferd!

Wichtig ist, dass wir auf die geistigen und seelischen Bedürfnisse unseres Pferdes eingehen und dasselbe für den Körper vermitteln. Wir lernen also „Fühlen“. Dieses Fühlen bedarf einer Leichtheit, die sich auf ein Pferd bezieht, das im Gleichgewicht, entspannt, leicht an der Hand und leicht am Schenkel ist. Erreicht durch ein Ausbildungssystem, in dessen Zentrum der Respekt vor dem Pferd steht. Ein System, das während der gesamten Ausbildung logisch ist für Pferd und Reiter und zu keiner Zeit im Widerspruch zu der Natur des Pferdes und dem Gesetz der Schwerkraft steht.

Dem Pferd die Zeit geben, die es für die Ausbildung braucht, ist dabei eins der wichtigsten Elemente. Muskulatur, Tragkraft und geistige Reife müssen sich erst entwickeln. Auf diesem Weg werden keine Hilfszügel verwendet. Denn es gibt keinen Hilfszügel, der das Gefühl der Hände und Finger ersetzen könnte.

Ein weiterer und nicht außer Acht zu lassender Punkt ist der Reiter. Jeder Reiter hat die Pflicht und Schuldigkeit seinem Partner Pferd gegenüber sich auf die Bewegung des Pferdes optimal einzupassen, seinen Körper so zu trainieren, dass unser Pferd seine Muskeln frei und ohne Störung einsetzen kann. Denn nur so kommt es zur besten Kraftentfaltung und die Sehnen und Gelenke werden entlastet und vor Verschleiß geschützt. Das heißt für uns Reiter ehrlich zu sich selbst zu sein, Opfer zu bringen, zurück auf die Bodenmatte, Gymnastik machen und auch viele Sitzschulungen über sich ergehen lassen. Wer in seiner Reitstunde keine Sitzkorrekturen erhält, sollte den Reitlehrer wechseln, denn Bewegungsfehler des Pferdes, sind immer Reiterfehler, die auf Grund falscher Einwirkung entstehen.

Wie gesagt: natürliche, freie Bewegungsmuster durch geschmeidige, gut trainierte Muskeln und ein partnerschaftliches Verhältnis zum Pferd sollten die Basis jeden Reittrainings sein. Nur so kann man auch vermeintlich unbegabte Pferde auch bis zum höchsten Niveau ausbilden. Das System der Horsemanshipschule ist ein flexibles System, das den unterschiedlichsten Pferdetypen oder auch zu korrigierenden Pferden gewaltlos begegnen kann.

Entwicklung Sandokan & ich:

Entwicklung Sandokan & ich

Der Start begann 2008 mit Knotenhalfter
Der Start begann 2008 mit Knotenhalfter
2010 dann schon ohne alles in Bad Segeberg
2010 dann schon ohne alles in Bad Segeberg
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Kurs mit Adrian Heinen in 2011
Trainer C Lehrgang 2012
Trainer C Lehrgang 2012
Training 2012
Training 2012
Turnier 2013
Turnier 2013
Turnier 2013
Turnier 2013
Bad Segeberg 2015
Bad Segeberg 2015
Bad Segeberg 2015
Bad Segeberg 2015
Unser letzter Auftritt: Pferdestammbuch 2016
Unser letzter Auftritt: Pferdestammbuch 2016

Beim Steigen erhebt sich das Pferd auf beide Hinterbeine. Man unterscheidet hier das echte hohe Steigen und die Levade, die viel und häufig in der Wiener Hofreitschule gezeigt wird. Das Steigen ist eine beeindruckende Übung, wenn sie kraftvoll und balanciert ausgeführt wird.

Voraussetzungen für das Training:
Der gut sitzende spanische Schritt sowie ein gutes Rückwärts auf rhytmischen Druck ist die absolute Grundvoraussetzung für das Steigen. Da das Steigen die Krone der Zirkuslektionen ist sollte diese wirklich nur dann gelehrt werden, wenn alle anderen Lektionen richtig sitzen und man selbst auch reif ist sich an diese Lektion zu wagen. Man muss ausreichende Erfahrungen mit den Schultererhebungen besitzen und das Pferd muss die Natural Horsemanship Grunderziehung durchlaufen haben, bevor man hier überhaupt loslegen kann. Steigen kostet unserem Pferd sehr viel Kraft und wir müssen neben der Muskulatur auch die Bänder und Sehnen gut darauf vorbereiten. Desweiteren müssen die psychologischen und pädagogischen Voraussetzungen für das Pferd geschaffen sein, damit das Pferd diese Ausbildung in vollem Gehorsam überhaupt verkraftet. Ein gut ausgebildetes Pferd in den Übungen zu Boden, wird eher den Weg nach unten als nach oben wählen.

Allerdings würde ich einem Pferd was eine Neigung zum Steigen hat lieber das Steigen auf Kommando beibringen als ihm es ewig zu verbieten und es immer zu vermeiden. Allerdings erst, nachdem ich ihm alle Lektionen zum Boden beigebracht habe! Natürlich gilt hier auch: ABSOLUTER GEHORSAM ist oberstes Gebot für unsere eigene Sicherheit!

Aktuelles

Viele Auftritte hatten wir in diesem Jahr. Da waren: Galashow Pferdestammbuch, Nordpferd, Bauernmarkt in Viöl, Landmarkt in Jübek, Turnier Kolkerheide, Norla in Rendsburg. Sie haben uns gesehen? Und würden uns gern auf Ihrer Veranstaltung haben, dann schreiben Sie und gern über das Kontaktformular an.

Kurstermine
Der Weg zu uns:

Horsemanshipschule
Kirstin Reese

Kamphof
Kampweg 6, 25860 Arlewatt

Tel. 0160- 91 33 28 73