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Zirkuslektionen

Warum gerade Zirkuslektionen?

Vielen ist "nur reiten" irgendwann zu wenig. Pferde sind so vielseitig und interessiert an Neuem und es gibt ja noch so viel anderes..... Gleichzeitig soll aber die Abwechslung auch Spaß machen, und zwar Mensch und Pferd und am besten der Gesundheit förderlich sein.
Neben der Freude an der Arbeit und der Abwechslung im Training, haben viele Zirkuslektionen einen deutlichen gymnastischen Wert. So werden bei zirzensischen Lektionen wie Kompliment, Knien, Liegen, Sitzen, Spanischer Schritt und Steigen eine Vielzahl von Muskelgruppen trainiert, die auch beim Reit- und Fahrpferd stark beansprucht werden. Regelmäßiges Training beugt durch Dehnen und Kräftigen von Sehnen, Bändern und Muskulatur Verletzungen vor. Ebenso können durch gezieltes Training Verspannungen vorgebeugt oder bestehende gelöst werden. Durch das Dehnen wird unter anderem auch die Durchblutung gefördert, was für einen intakten Stoffwechsel mitverantwortlich ist.

Übungen, bei denen das Pferd zu Boden geht, schulen darüber hinaus auch das Gleichgewicht, was insbesondere auch für junge Pferde vor dem Anreiten (ab ca. 3 Jahre) oder natürlich für Pferde, deren Problem genau hier liegt, eine ideale Ergänzung ist. Ein regelmäßiges Ausführen der zirzensischen Lektionen fördert einen Ausgleich zwischen den durch die Spezialisierung (nur Dressur, nur Springen, nur Fahren etc.) besonders beanspruchten und den eher vernachlässigten Körperpartien.
Am Ende einer Trainingseinheit bringt das Dehnen der Muskulatur, diese wieder auf die normale Länge, regt die Blutzirkulation an und verbessert die Entschlackung der vorher stark beanspruchten Muskulatur.
Nicht zu vergessen haben Zirkuslektionen einen unschätzbaren Wert auf der psychischen Ebene von Pferd und Reiter. Stimmt die Basis aber, wird das gegenseitige Vertrauen enorm gefestigt. Je nachdem, wie man das Training gestaltet, wird das Pferd zum Mitdenken animiert und ist nicht nur passiver Teilnehmer am Training.
Schnell werden hier auch reiterliche und kommunikative Probleme aufgedeckt, welche sich mit dem altbewährten Natural-Horsemanship-System lösen lassen. Die Kommunikation zwischen Pferd und Ausbilder wird verfeinert und mit Zeit wird es immer einfacher werden, dem Pferd das gewünschte Verhalten zu vermitteln, was ebenso auf die Schulung der Lernfähigkeit des Pferdes zurückzuführen ist wie auf die zunehmend bewusstere Wahrnehmung und Reaktion des Menschen.
Bei richtiger Ausführung sind Zirkuslektionen eine ideale Trainingsergänzung für Pferd und Ausbilder.

Zirzensische Pferdegymnastik: An erster Stelle stehen die Gymnastikübungen

Bausteine die aufeinander aufbauen

Die Gymnastik an sich ist die Vorbereitung auf die Lektionen. Ohne die einzelnen Stationen wird es in der Ausführung immer wieder Defizite geben, die dann die weiterführende Arbeit einfach erschweren oder sie sogar unmöglich machen.

1. Führen von rechts und von links aus den unterschiedlichsten Positionen

Ein wichtiger Faktor um sich entsprechenden Respekt zu erwandern. Das Pferd, als Lauftier, kann hierbei seinem normalen Trieb folgen und seine Füße bewegen. Wir lernen dabei in den unterschiedlichsten Postionen zu bleiben und auch dort voll akzeptiert zu werden.

2. Stillstehen will gelernt sein und mein Arbeitsbereich, dein Arbeitsbereich

Es ist wie bei Dirty Dancing: Mein Tanzebereich – Dein Tanzbereich, du hast nichts in meinem und ich nichts in Deinem zu suchen. Eine absolute Grundvoraussetzung. Es gebietet schon der eigene Sicherheit wegen, seinen Wohlfühl Raum vehement zu verteidigen, da man sehr wenig Einwirkung hat, wenn einem das Pferd auf die Pelle gerückt ist. Es ist auch eine Art des gegenseitigen Respektierens, das jeder den Raum des anderen wahrt.
Ohne das ein Pferd lernt am Platz und gerade auf der Line zu stehen, den Arbeitsbereich zu wahren und auch respektvoll den „Hut zieht“ oder auch „Nase weg“ keine Zirkuslektion. Wer beim Stillstehen und „Nase weg“ nicht korrekt arbeitet oder diesen Punkt einfach überspringt, hat später nicht nur in den weiterführenden Lektionen immer wieder Probleme.

3. Vorderbeine strecken und dehnen

Das Pferd lernt vertrauensvoll auf drei Beinen zu balancieren. Dabei wird nicht nur die Schultermuskulatur des gehobenen Vorderbeins gestreckt und gedehnt, sondern auch der Unterbauch erfährt seine Dehnung. Das andere Vorderbein lernt zu stützen. Eine unverzichtbare Vorübung für das Kompliment. Da hier das Pferd ebenfalls balancieren, strecken und stützen muss.

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Die Arbeit ohne Beinlonge führt manchmal zu keinen verläßlichen Ergebnissen und fördert mehr Frust als Lust beim Pferd. Es hat eben noch nicht genügend gelernt sich selbständig zu balancieren. Oftmals springt es erschreckt wieder auf, kurz bevor es mit dem Bein den Boden berührt, weil es merkt, dass wir es allein mit unser Hand nicht tragen können. Das kann zu Enttäuschungen führen und Streß beim Pferd auslösen, so dass es evtl. das Kompliment ungern oder auch gar nicht mehr ausführt. Auch ist es schwierig das Pferd am unerlaubten Aufstehen zu hindern und oft wird dann auf die Trense und damit verbundenes starkes Ziehen am Zügel zurückgegriffen. Schlußendlich leidet dann die gänzlich freiwillige Mitarbeit unseres Pferdes darunter.
Aber auch die falsch verstandene Anwendung der Beinlonge ist fatal. Als Falsch ist eine gängige und zu Recht viel diskutierte Ausbildungsmethode, in der die Beinlonge als Beinfessel mißbraucht wird. Dem Pferd wird hier jegliche Möglichkeit an der freiwilligen Mitarbeit genommen, da es mit der Beinfessel und der Zäumung, dazu zählen auch angeknotete Zügel an das Knotenhalfter, in die gewünschte Haltung gezerrt wird. Oftmals wird das Bein so stark hochgebunden dass das Pferd zwangsläufig beim Landen auf dem Kapalgelenk landet. Das ist für das Pferd äußerst unangenehm und kann dazu führen, dass das Pferd diese Übung nur noch unfreiwillig ausführt. Es entsteht meist ein Kampf zwischen Pferd und Ausbilder. Wer so ausbildet zeigt deutlich das er es eilig hat und schnell zum Ergebnis kommen will. Er hat keinen Sinn für Pferdepsyche und -physis und vergewaltigt lieber die Pferdeseele als sie zur freien Mitarbeit zu bewegen.

Dabei ist die Beinlonge, wenn sie richtig angewendet wird, ein sehr gutes Balancierhilfsmittel. Denn das Pferd bekommt durch die Beinlonge signalisiert, dass es getragen und von seinem Ausbilder gleichzeitig gestützt wird. Der Ausbilder muss hier einfach lernen zu warten, bis sich das Pferd an die Vorübungen erinnert und sich das Kompliment aus den entsprechenden Einzelteilen selbst zusammen setzt, sich selbst entschließt und sich traut es dann auch auszuführen. Pferde haben eben ein komplexeres Denkvermögen als man glaubt. Läßt man ihnen die Zeit zum verstehen, ist es sehr oft viel besser motiviert, wacher und denkt mit. Nur so macht die Beinlonge Sinn und gibt Vertrauen und Sicherheit.

Aktuelles

Es sind noch Plätze für Kinderreitunterricht frei! Hierzu bitte Kontakt mit mir aufnehmen. 

Die Termine und Angebote für Kinderreitunterricht finden Sie hier!

Kinderreitunterricht

Bei uns macht Reiten Spaß!

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Viele Auftritte hatten wir in den letzten Jahren: Nordpferd in Neumünster, Pferdefestival in Dänemark bei Katja Hunold, Friesenpferdetag auf Nordstrand. Weitere folgen in 2022/23. Wir werden das Breitensportturnier in Bad Segeberg wieder unterstützen und natürlich auch auf der Nordpferd sein. Sie haben uns gesehen? Und würden uns gern auf Ihrer Veranstaltung haben, dann schreiben Sie uns gern über das Kontaktformular an.

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Kirstin Reese

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